Berlin, 
23.06.2011

Was kann Kunst?

Vortrag im Rahmen der Projektpräsentation Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst anlässlich der Berliner Stiftungswoche in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund.

Einladung zur Projektpräsentation Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst

23. Juni 2011, 19:00 Uhr
Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund
In den Ministergärten 10
10117 Berlin

In den Diskussionen, die das Projekt 2009 in drei Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern ausgelöst hatte, versuchten die Menschen, ihren Raum zu verteidigen, so als handle es sich um Eingriffe in die Privatsphäre. Ein Kunstwerk in ihrem öffentlichen Raum, das zudem ihre Sehgewohnheiten und ihre Vorstellung von Kunst nicht bediente, führte bei vielen auch zu Ablehnung.

Welche Erwartungen waren in dem Pilotprojekt an die Kunst geknüpft? Und was hatte sich im Laufe des halben Jahren, in dem die Künstler auf dem Dorf arbeiteten, an Haltungen verändert? Hat es ein Kunstwerk in ein Museum oder in eine öffentliche Sammlung geschafft, dann gehen wir davon aus, dass die Diskussionen darum schon abgeschlossen sind. Die Kunstwerke in den Dörfern hingegen werden, solange sie existieren, immer neuen Stoff für kontroverse Debatten liefern, unabhängig davon, ob es sich um eine Arbeit eines etablierten Künstlers handelt oder nicht. Die Auseinandersetzung mit der Kunst in den Dörfern, ist eine Form der Selbsterkenntnis und Identitätsfindung, weil sich die Menschen in einer Teilhabe am Kunstprozess an den eigenen und den gesellschaftlichen Idealen reiben.

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Leni Hoffmann, „kort un wiet“, Foto von Barcelona in Ferdinandshof