Die Komet Gerolf Pöhle & Co. GmbH bietet seit 2006 wieder Produkte unter dem Namen „Rotplombe” an.

DDR-Alltag

Zeitschriftentitel mit Werbung für „Rotplombe“

Rotplombe

1955 begannen die Konsum-Nährmittelwerke Erfurt mit der Neugestaltung ihrer Verpackungen u.a. für Pudding-Pulver, Backpulver und Vanillin-Zucker. Das Warenzeichen „Rotplombe“ wurde eingeführt. Der Name bezog sich auf das Wort „plombieren“. Das dazugehörige Zeichen stellte ein rotes Siegel mit dem Aufdruck „VdK“ (Verband Deutscher Konsumgenossenschaften) dar, das den Eindruck erweckte, die Verpackungen seien versiegelt und damit gut gesichert. Der Grafiker Fritz Deutschendorf überarbeitete Ende der fünfziger Jahre das Warenzeichen für „Rot-Plombe“ und ersetzte den Aufdruck „VdK“  durch das „Erfurter Rad“, einem Symbol aus dem Wappen der Stadt Erfurt.

Bereits 1958 hatte das Studio für Werbefilme der DEWAG-Werbung einen längeren Werbefilm über die Herstellung und die Verwendung von Rotplombe-Erzeugnissen (Puddingpulver, Kaltschale, Brausepulver, Götterspeise und Speisegelatine) gedreht. Bis spät in die sechziger Jahre brachte das Konsum-Nährmittelwerk regelmäßig den „Rotplombe-Rezeptdienst“ beim „Verlag für die Frau“ heraus, eine Zeitschrift mit Rezepten und Ratschlägen für die Küche. In dem Rezeptdienst und auf Anzeigen agierte lange Zeit die Werbefigur „Plombinchen“, eine kleine Verkäuferin, die die Produkte der Nährmittelwerke Erfurt empfahl: „Plombinchen rät auch Dir: Verwende Rot-Plombe und alles geling gut!“

zurück zum alltagsarchiv