Berlin, 
04.08.2013 - 07.09.2013

Konrad Knebel & Franziska Schwarzbach

Mit Franziska Schwarzbach und Konrad Knebel vereint die neue Ausstellung in der Galerie Forum Amalienpark zwei außergewöhnliche Berliner Künstler. Während die Bildhauerin mit ihren Eisengüssen expressive Figurationen erschafft und die rostfarbenen Schmelzofenspuren als Deutungsschicht mit einbezieht, präsentiert der Maler in seinen Stadtlandschaften eine dichte Komposition steinerner Lebensläufe, die genauso endzeitlich wie urzeitlich wirken.

Der 1932 geborene Knebel gehört seit den 1960er Jahren zu den bedeutendsten Protagonisten der Berliner Malerei. In einem weiten, die fünfzigjährige Schaffenszeit umfassenden Bogen werden ausgewählte Kunstwerke ausgestellt, die ein wesentliches Motiv umkreisen: Die Häuser, Höfe und Straßenzüge der Stadt im Spannungsverhältnis ihrer Existenz, das von Geschichte, Jahreszeiten, Lebensgefühl und dem Bewusstsein von Vergänglichkeit bestimmt ist.  Der Mensch, obwohl in den Stadtbildern abwesend, bleibt spürbar und gegenwärtig.

So konsequent wie Knebel die stillen Botschaften der Steinbauten offenlegt, verzichtet Schwarzbach in ihrer Eisenkunst von Beginn an auf jegliche Edelpatina. Elementare Gefühle wie Trauer, Schmerz, Liebe oder Lust werden auch nicht durch überzogene Gebärden greifbar, sondern durch die groben Eigenschaften des Materials selbst. Den Eisenguss hatte sie Ende der 1980er Jahre als künstlerisches Ausdrucksmittel für sich entdeckt. Mit ihren Medaillen und Skulpturen im Stadtraum, in Museen und Kirchen konnte sie das alte Berliner Eisen wiederbeleben und in die Kunst der Gegenwart zurückholen.

Vernissage am Sonnabend, den 3. August 2013, um 16.00 Uhr
Laudatio: Dr. Simone Tippach-Schneider

Galerie Forum Amalienpark
www.amalienpark.de
Breite Str. 2a
13187 Berlin

Öffnungszeiten
Di-Fr: 14–19 Uhr
Sa: 11–16 Uhr



Konrad Knebel, Schwarzes Haus in Halle, 2008, Öl/Leinwand