Nach Auflösung des Kombinats VEB Elektrogerätewerk Suhl produzierten die Traditionshersteller wieder unter altem Namen. Die Markenrechte von AKA electric besitzt heute die 1993 gegründete A. Vierling Elektrohandel GmbH in Rostock.

DDR-Alltag

Werbung vor dem konsument-Kaufhaus in Leipzig

VEB Bergmann Borsig

VEB Elektrogeräte Bad Blankenburg

AKA electric-Haus

Noten für die Leitmelodie

AKA ELECTRIC

„AKA ELECTRIC“ war das Warenzeichen für elektrische Haushaltgeräte, Leuchten und Fahrzeugelektrik in der DDR. 1969 wurden 15 der wichtigsten elektrotechnischen, elektronischen und fotooptischen Produzenten in der DDR zur Vereinigung Volkseigener Betriebe Elektrischer Konsumgüter zusammengeschlossen, der dann 1975 folgende Betriebe angehörten:

  • Elektrowärme Altenburg (Staubsauger, Teppichklopfer, Großraumpflegegeräte)
  • Elektroinstallation Oberlind (Staubsauger, Querstromlüfter, Dunstabzugshauben, Raumheizlüfter, Illuminationsketten)
  • Gerätebau Döbeln (Großraumstaubsauger)
  • Elektrogerätewerk Suhl (Küchenmaschine KM, Rühr- und Mixgeräte RG, Heißwasserspeicher, Haarschneidemaschinen, Massagegeräte)
  • Elektrohaushaltsgeräte Dresden-Süd (Rühr- und Mixgeräte „unimix“)
  • Elektrogeräte Falkenberg/Elster (Elektroherde)
  • Elektrowärme Sörnewitz (Elektroherde, Reglerbügeleisen)
  • ELKO Dresden (Lava-Kochplatten, Sicht-Rapid-Toaster)
  • Elektrogerätebau Mühlhausen/Thüringen (Grillgeräte)
  • ACOSTA Elektromechanik Thal/Thüringen (Grillgeräte, Reglerbügeleisen)
  • Elektro- und Metallwaren Zeitz (Wasserkocher)
  • Elektrowärmegeräte ULLCO Berlin-Lichtenberg (Pfeifkessel PERK, Heizkissen)
  • ELMERA, Sömmerda (Tauchsieder)
  • Vereinigte Elektrobetriebe Gera (WELTOR-Tauchsieder)
  • Elektromechanik Berlin-Kaulsdorf (Kaffee- und Teeautomaten)
  • PGH Zentrum Berlin (Strahlofen, Raumheizer)
  • Elektrogeräte Bad Blankenburg/Thüringen (Haartrockenhauben „chic“, Luftduschen, Wärmedecken, Heizkissen „efbe“)
  • Elektrogeräte Zeitz (Ondulierstäbe, Luftduschen)
  • ELEKTROMAT Dresden (Manikür- und Pedikürgeräte)
  • Metalldrücker Halle/Saale (Gesichtssauna)
  • Elektrowärmegeräte Falkenstein/Vogtland (Heizkissen „octav“)
  • THELTA Elektroapparate Zella-Mehlis (Heimsonne)
  • Elektrohaushaltgeräte Brandenburg/Havel (Brotröster „hageka“, Reglerdampfbügeleisen „Redabü“)
  • Bergmann Borsig (Trockenrasierer „bebo sher“)

Die Einführung des einheitlichen Warenzeichens und die gemeinsame Werbearbeit übernahm die Abteilung Marktvorbereitung der VVB Elektrische Konsumgüter und eine Regiegruppe der DEWAG Leipzig. Alle Produzenten traten unter diesem einen Warenzeichen auf. Lediglich am Produktnamen, wie z.B. bebo sher, acosta, ullco oder thelta waren noch die ursprünglichen Hersteller zu erkennen. Der neue Name knüpfte an den eingeführten Begriff „IKA Electrica“ an.

AKA war die Kurzform des Slogans: „aktiv auf dem Markt, konzentriert in der Handelstätigkeit, aktuell im Angebot“. Zwischen AKA und ELECTRIC wurde ein Pfeil gesetzt, der Strom und Dynamik assoziieren sollte.

Der Leitsatz „AKA ELECTRIC - in jedem Haus zu Hause“ wurde in gedruckten Werbemitteln, in Werbekurzfilmen, Rundfunkwerbung und im Betriebsrundfunk verwendet. Ein gedruckter Anzeigenbaukasten enthielt Geräte-Vignetten, Blickfänge und Logos in verschiedenen Größen, die individuell für die Werbearbeit im Einzelhandel verwendet werden konnte.

Werbekurzfilm

Bis 1973 wurden u.a. Werbekurzfilme für den Geschirrspülautomat GA 4, die Küchenmaschine KM 8 und die Luftfilter- und Dunstabzugshaube gedreht. Desweiteren entstanden Filme für das Hand- Rühr- und Mixgerät RG 25 sowie den Handstaubsauger HSS 11.

Die technischen Daten dieser Filme waren einheitlich: 35-mm-Normaltonfilm, vollsynchronisiert, Colorproduktion, vorwiegend Realfilm, kombiniert mit Trick, Länge 30 bis 40 sec. Kopien dieser Filme verwalteten die Abteilung Marktvorbereitung der VVB Elektrische Konsumgüter für Filmeinschaltungen in Lichtspielhäusern und fürs Werbefernsehen.

Das Gestaltungsprinzip des Films bestand darin, dass sich im Rhythmus der Leitmelodie aus dem AKA-Pfeil das AKA-Haus über mehrere Etagen aufbaute. Durch Filmschnitt und Kamerafahrt näherte sich der Betrachter dem Haus. Zugleich erfolgte ein Umschnitt von der Trickszene auf die Fensterfront eines Neubauhauses. Im Mittelteil des Films wurde dann individuell das entsprechende Haushaltsgerät vorgestellt.

Die Leitmelodie, zu der auch der Leitslogan gesungen wurde, lag unter dem ganzen Film. Hierzu wurde von den Dresdener Tanzsinfonikern (G. Hörig) ein 4-Minuten-Arrangement eingespielt.

 

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